Park am Schloß in Dolná Krupá

Park am Schloß in Dolná Krupá

Einer der schönsten englischen Parks in der Slowakei ist verbunden mit dem Namen des berühmten belgischen Gärtners  Henrich Nebien, sowie auch mit dem weltbekannten Komponisten Ludwig van Beethoven oder der Gräfin Mária Chotek.

Art:
Historischer Park/Garten
Form des Schutzes:
Nationalkulturdenkmal
Der vorherrschende Stil:
Natur-Landschafts
Kreis:
Trnava
Stadt/Gemeinde:
Dolná Krupá
Adresse:
Er befindet sich im Dorf Dolná Krupá 11 km nördlich von Trnava
Höhe:
192 ü.NN
Bereich:
17 ha
Nahegelegene Sehenswürdigkeiten:
Kloster Katarínka Dechtice, Smolenice
N 48.4842135
E 17.5463712
Broschüre
Geführte Besichtigungen
Barierefreier Zutritt
Parkplatz
Toiletten in der Nähe
Gastronomie in der Nähe
Fotografieren erlaubt
Wochenende mit offenen Parks und Gärten

Geschichte

Die ersten Arbeiten an dem Park in der Umgebung von dem Schloß wurden in der ersten Hälfte des 18 Jhds durchgeführt. Zu der Zeit gab es hier einen französichen gleichmäßigen Garten. Der Besitzer des Schloßes Josef  Brunsvik wollte aber aus dem Park einen der schönsten Parks in der ganzen ungarischen Monarchie erzielen. Darum stellte er einen erfahrenen Gartenarchitekten an, der hier in Jahren 1813 – 1819 die aufwändigsten Bauarbeiten nach dem Vorbild der englischen Gärten durchführte. Er hieß Henrich Nebien. Das Ergebnis war phänomenal: die Kopie eines antischen Landes, ein naturlandschaftliches Komplex mit verschiedenen Bauten wie die künstliche Höhle, das Kurhaus, das Obelisk, die Statuen, die Brücke, die Pavillions,  der See mit einer Insel usw. Durch das Vertiefen des Sees entstanden kleine Hügeln, insgesamt gab es dort genau 7 von solchen, eine antike Symbolik genau wie auch im antischen Rom. Außer dem Baumbestand gab es hier auch einen Obstgarten, Weinreben und Wiesen. Zirka 100 ha von der Fläche trug alle Merkmale der antiken Mythologie, wie z.B  die Statue von Psyche und Najada, der  Musen-Sitz , der Minerva-Platz und viele andere unter merkwürdigen Bennenungen wie der Schildkrötensee, der Forellensee usw. Auf der Insel wurden immergrüne (evergreen) Holzarten gepflanzt: Europäische Stechpalme und Kirschlorbeer, die in der freien Natur gerade hier zum ersten Mal in der Slowakei erschienen. Anfangs der 20er Jahre des 19. Jhds entwarf der Italiener Anton Pius Rigel  eine große Wasserfläche in der Nähe des Schloßes, damit das sich in dem See widerspiegeln konnte. Den Wert der Anlage betont auch die Anwesenheit von Ludwig van Beethoven hier. Laut der Legende wächst hier eine Rosskastanie, in die Beethoven seine Briefe an eine „unsterbliche Liebhaberin“ versteckte. Es gibt im Park aber mehr Stellen, die uns an Beethoven erinnern: sein Wasserfall oder eine Marmortafel mit Versen im Französischen.

Beschreibung

Das Schloß mit dem Park befinden sich in der Dorfmitte, leicht in der Senke. Vor dem Schloß stand ein Ehreninnenhof mit zwei Eingangstoren und zwei Pförtnerlogen,erhalten wurde aber nur eine, die linke. In den 80er Jahren des 20. Jhds. wurde hier eine moderne Fontäne gebaut. In der Nähe vom Schloß kann man das sgn. Gärtnerhaus oder ein Treibhaus mit „Orangerie“ sehen. In der Nachbarschaft stand früher ein Theater und ein Museum mit Jagdtrophäen, die das ganze Komplex  zu einem prachtvollen Adelsitz gemacht haben. Das Gelände ist umzäunt. Zu seinem Bestandteil gehört auch ein Teich mit der kleinen „Luisas Insel“. Durch den Park fließt der Bach Krupá.

Südwestlich vom Schloß auf einem der 7 Hügeln befindet sich ein Obelisk. Nördlich von ihm steht eine Grotte., gebaut in 1813. Östlich von ihr kann man heute nur ein bewachsenes Bett von dem zweiten See sehen. Nordwestlich vom See am Rande des von dem Lindenplatz führenden Weges steht ein von Gräfin M. A. Brunswick im Jahre 1835 versetzte Plastik von Madonna mit Kind, genannt auch Heilige Anna.

Was alles lebt und wächst im Park

Der Park besteht aus einheimischen Holzarten im Verhältnis zweidrittel von Laubbäumen zu eindrittel von Nadelbäumen. Sie wurden systematisch angepflanzt. So enstanden  z.B. Linden-, Ulmen- oder Eichen-Plätze, sowie auch Haine (der Josephs Hain usw.) Im Park mit seinem heutigen Waldencharakter herrschen ältere Anpflanzungen von Waldkiefer – Pinus sylvestris, Sommerlinde – Tilia Platyphyllos, Trompetenbaum – Catalpa bignonioides, Tulpenbaum – Liriodendron tulipifera, Platane¬ – Platanus x hybrida, Gleditschie – Gleditsia triacanthos,  Acer negundo, Rotbuche– Fagus sylvatica. 
Im Park wuchsen merkwürdige Bäume, wie zum Beispiel eine gigantische Tanne mit dem Stammumfang von 8 Metern (umgestürzt im Jahre 1954) als auch eine riesige mehr als 300-jährige Linde (gefällt in 1961). Am meisten dominant ist der Mammutbaum, der im Park bis zu heutigen Tagen wächst. In der Höhe von  1,3 m hat er einen Umfang fast 5 m, groß ist er 45 m. Angepflanzt wurde er im Jahre 1860 und ist gesetzlich geschützt.
Nicht weit von der Grotte wächst eine mehr als 150 jährige ahornblättrige Platane (Platanus acerifolia).) Der Park  und das Dorf Dolná Krupá wurden durch das wunderschöne über tausend Arten von Rosen beinhaltende Rosarium (den Rosengarten, gegründet von Mária Henrieta Chotek) berühmt.

Heutige Nutzung

Der Park ist eine Ruheoase. Jedes Jahr findet dort ein Rosenfest statt zu Ehren der Gründerin des Rosariums. Die Besucher können eine Kutschenfahrt machen und sich den Rosengarten von der Kutsche aus anschauen. Der Park nimmt jedes Jahr auch an der slowakischen Veranstaltung „Das Wochenende der geöffneten Parks und Gärtnen“ teil.

Kontakt

Mob.:+ 421 917 839555, tel.: + 421 033 2453131, e-mail: alena.kratka@snm.sk

 

Planen Sie Ihre Reise

Der Park befindet sich in der Mitte von Dolná Krupá, erreichbar mit dem Auto 3km von der Autobahn D1 – Bratislava - Trnava - Trenčín - Žilina - Poprad - Prešov - Košice - direkter Anschluß an die Straße R1 - Trnava - Nitra - Zvolen - Banská Bystrica, auch mit dem Linienbus Trnava

Öffnungszeiten

Mai-September: Spaziergänge im Schloßpark täglich von 8.00 bis 20.00 Oktober-April: : Spaziergänge im Schloßpark täglich von 8.00 bis 18

Erreichbarkeit des Parks

Dieser Park ist für die Öffentlichkeit zugänglich!